Unterstützen Sie die Sonnenkinder

Die Realisierung unserer Projekte finanzieren wir durch Spenden, Benefiz-Flohmärkte und Mitgliedsbeiträge. Unterstützen Sie uns dabei, Kindern wertvolle Therapie- und Freizeitangebote zu ermöglichen – jede Hilfe zählt!

Lucie

Vom Frühchen zur selbstbewussten Jugendlichen

Unsere Tochter Lucie kam im März 2010 in der 26 Schwangerschaftswoche mit einem Gewicht von 720 Gramm zur Welt.

Ihr Start war nicht leicht. Sie hatte neben einer Sepsis auch eine Hirnblutung mit folgender Lungenentzündung. Die ersten Wochen war nicht klar, ob sie durchkommt oder welche gesundheitlichen Einschränkungen sie haben wird. Aber schon damals war sie wohl eine Kämpferin und sie durfte nach gut drei Monaten im Krankenhaus nach Hause. 

Von da an waren wir regelmäßig bei der Physiotherapie, aber sie hinkte motorisch den Fähigkeiten gleichaltriger Kinder hinterher. Vor allem die Stütz- und Haltemuskulatur war schlecht ausgeprägt. Die Möglichkeiten der Therapie waren eben begrenzt. Aber genau da kam der Hinweis wir sollten uns doch an den Verein Luzia Sonnenkinder wenden. Dort gäbe es eine Reittherapie die uns vielleicht weiterhelfen könnte.

Wir ergriffen die Chance und bekamen einen Platz zur Reittherapie. Von hieran ging es Schritt für Schritt aufwärts. Anfangs saß Lucie Sprichwörtlich wie ein „nasser Sack“ auf dem Pferd, aber es wurde immer besser und besser.

Ihr gesamte Haltung hat sich normalisiert, ihre motorischen Fähigkeiten verbesserten sich stätig. Im Alter von sechs Jahren hatte sie zu gleichaltrigen Kindern aufgeholt. 

Aber nicht nur körperlich, sondern vor allem auch psychisch war und ist die Reittherapie ein Segen. 

Lucie ist schon immer ein sehr schüchternes und manchmal in sich gekehrtes Mädchen gewesen. Aber immer, wenn sie von Pferd stieg, war sie Glücklich. Sie lächelt und es war egal wie ihre Laune zuvor war, danach war sie gut drauf. Auch ihr Selbstbewusstsein hat sich gestärkt und ausgebaut. Die ganzen Erfolgserlebnisse aber auch Niederlagen bei den einzelnen Übungen auf dem Pferd haben sie hier gestärkt.

Heute ist Lucie 16 Jahre alt. Sie bereitet sich gerade auf die mittlere Reife vor und Reiten ist zu ihrer Leidenschaft geworden. Sie ist selbstbewusst, sehr sportlich und ein großartiges Mädchen.

Wir können nur sagen: Reittherapie hilft

Und hier gilt der große Dank dem Verein Luzia Sonnenkinder, der all dies erst möglich gemacht hat.

Paul

Seit Paul 3 Jahre alt war haben wir das Glück, vom Verein Luzia Sonnenkinder e.V. unterstützt zu werden. Paul nimmt seitdem an einer Reittherapie teil, die ihm hilft seine motorischen, sprachlichen und sozialen Fähigkeiten zu verbessern. Besonders deutlich ist bei ihm ein besserer Muskeltonus und eine gute Körperspannung durch das Reiten zu verzeichnen. Voller Stolz erlebt Paul das Traben, den Galopp oder auch schon die ersten Sprünge über Hindernisse in der Therapie wodurch sein Selbstbewußtsein gestärkt wird.
Tolle Erlebnisse hat Paul auch bei den regelmäßigen Besuchen auf „Monis kleiner Farm“. Die schönen Nachmittage gemeinsam mit anderen Kindern und den Tieren machen ihm viel Freude und helfen der ganzen Familie den Alltag mal zu vergessen. Der Umgang mit den Haus- und Hoftieren unter der Betreuung von Monika Posmik, das Brotbacken am Feuer, das Streicheln der Meerschweinchen, Kaninchen, Alpakas, Schafe und Ziegen und das gemeinsame Singen sind für Paul wie kleine Urlaube.
Weiter wurden von Brigitte Scholle schon unzählige tolle Erlebnisse wie Besuche der Feuerwehr und Polizei in Oberschleißheim, Besuche im Circus Roncalli, das Einlaufen der Kinder bei einem FC Bayern-Basketball Spiel und vieles mehr organisiert.
Wir danken Brigitte Scholle und ihren Helferinnen und Helfern von ganzem Herzen für Ihre wunderbare Arbeit!
 
Anja P.,
Mutter von Paul, 8 Jahre, Trisomie 21

Vanessa

Wir durften im Sommer 2023 die Luzia Sonnenkinder kennenlernen – Vanessa war damals gerade zwei Jahre alt. Durch einen seltenen Gendefekt ist sie in ihrer Entwicklung verzögert und hat einen hypotonen Muskeltonus, was bedeutet, dass ihre Muskulatur schwächer ist, sie schneller ermüdet und dass ihr Gleichgewicht und ihre Stabilität mehr Unterstützung brauchen.

 

Als Vanessa mit etwa zweieinhalb Jahren mit der Reittherapie begann – unter der liebevollen Anleitung von Angelika Schoof –, war ihr Laufen noch sehr unsicher; tatsächlich konnte sie damals noch gar nicht alleine gehen. Meistens wollte sie getragen werden oder saß im Buggy. Die nötige Kraft in den Beinen, das Gleichgewicht und die Stabilität reichten nicht aus, nicht einmal einfache Bewegungen auf einem Bobbycar waren möglich, weil sie sich unsicher fühlte.

 

Doch schon bald nach Beginn der Therapie zeigte sich Veränderung: Nach etwa zwei Monaten bat sie selbst darum, auf das Bobbycar zu steigen. Ich half ihr, und bald fuhr sie kleine Strecken – noch nicht lang, aber sie wollte es immer wieder. Kurz vor ihrem dritten Geburtstag begann sie dann, selbstständig zu laufen. Es war ein großer Moment – für sie und für mich.

 

Auch in anderen Bereichen sieht man Fortschritte: Ihre Aufmerksamkeit und Konzentration werden stabiler, ihre Wahrnehmung verfeinert sich, und langsam, Schritt für Schritt, entwickelt sich auch ihre Sprache weiter.

 

Für uns sind die Angebote der Luzia Sonnenkinder – die Reittherapie, die Besuche auf Monis kleiner Farm und die Begegnungen auf der Alpaka-Farm – eine riesengroße Chance. Wir sind unendlich dankbar, dass Vanessa regelmäßig daran teilnehmen darf. Der Kontakt mit den Tieren tut ihr unglaublich gut – die sanfte Bewegung der Pferde, das Streicheln, der Geruch, die Umgebung, all das gibt ihr Sicherheit und Freude, stärkt ihr Gemüt und schafft Momente, in denen sie ganz bei sich sein kann.

 

Wir wissen nicht genau, wohin die Reise gehen wird – mit einem seltenen Gendefekt ist vieles offen. Aber wir wissen: Je früher Vanessa gefördert wird, desto mehr kann sie wachsen – in Bewegung, in Selbstvertrauen und in Lebensfreude. Und dafür sind wir unendlich dankbar.

Stefan

Stefan wurde mit einer Grunderkrankung geboren, die Teile seines Gehirns geschädigt hat, das Kleinhirn verändert und zahlreiche Skelettverformungen beinhaltet. Außerdem schränkt ihn der angeborene Grüne Star und eine Schwerhörigkeit auf dem rechten Ohr ein.

Durch eine Zeitungsanzeige wurden wir auf Brigitte Scholle aufmerksam. Es wurden Kinder gesucht, die am therapeutischen Reiten teilnehmen wollten. Ein Traum. Die ersten Fahrten gingen mit ehrenamtlichen Fahrer in einem Kleinbus von Oberschleißheim nach Röhrmoos. Ohne die Begleitung der Mamis. Stefan war das erste Mal ohne mich unterwegs.

Aus verschiedenen Gründen wechselten die Reitlehrerinnen und die Kinder wurden von den Elternzu den Stunden gebreacht. Brigitte Scholle war immer auf der Suche nach einer guten Lösung für die Kinder und Möglichkeiten, Geld für die Finanzierung der Stunden zu aquirieren. Finanziert wurde das Ganze zum Großteil über Spenden und einen Basar, der in der Anfangszeit von Damen des VDK Oberschleißheim durchgeführt wurde. Seit einigen Jahren helfen Eltern und Großeltern tatkräftig mit. Ein kleiner Beitrag für die großartige Arbeit, die Brigitte Scholle leistet.

Zwischenzeitlich wurden die Luzia Sonnenkinder gegründet und Besuche bei 
Monis Farm ermöglicht.

Stefan profitiert sehr von den Reitstunden. Die Bewegung des Pferdes muss er mit einer guten Haltung ausgleichen. Das stärkt die Muskulatur und er richtet sich auf. Der Sitz auf dem Pferd kommt seiner kompletten Problematik entgegen. Das Gleichgewicht, die Muskulatur, Auge-Hand-Koordination und vieles mehr wird geschult.

in Monis Farm freundete sich Stefan  mit dem Alpaka "Nacho". Er lernte die Eigenheiten des Tieres kennen und gewann sein Vertrauen. Bei besonderen Ereignissen, wie der Besuch des Nikolauses, einem Geburtstagsbesuch oder dem Besuch eines Fernsehteams konnte er Nacho führen und beruhigen und später andere Kinder darin unterstützen, dass auch sie Nacho führen konnten.

Für Stefan sind die Möglichkeiten, die ihm durch Luzia Sonnenkinder eröffnet wurden unbezahlbar. Es stärkt ihn in seiner körperlichen und persönlichen Entwicklung. Wir hätten  weder die finaziellen Mittel noch die Zeit aufbringen können entsprechende Möglichkeiten ausfindig zu machen. Stefan hat noch drei nicht wesentlich ältere Brüder, die auch mit einbezogen werden mussten.

Wir sind Brigitte Scholle und dem Verein Luzia Sonnenkinder undendlich dankbar für diese großzügige Unterstützung und Ihren großen Ensatz.

Emilia

Seit fast zwei Jahren geht Emilia (4 Jahre) nun schon regelmäßig zur Reittherapie bei Angelika Schoof, gefördert durch den Verein Luzia Sonnenkinder. Emilia hat das Rett-Syndrom und damit eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Wirbelsäulenverkrümmung. Außerdem verursacht es den Verlust der Handfunktion und der Fähigkeit zu Laufen. Durch das Reiten hat Emilia nach wie vor eine sehr gute Haltung und einen geraden Rücken. Sie läuft mit viel Freude und auch die Handmotorik wird durch die Therapie gefördert. Vor allem aber macht Emilia das Reiten glücklich. Sie liebt es auf Mimi durch den Ort zu reiten und fühlt sich so wohl in ihrer Nähe. Wenn es Emilia einmal nicht so gut geht, ändert sich ihre Stimmung schlagartig, sobald sie im Sattel sitzt. Die Reittherapie hat es noch immer geschafft ein Lächeln in Emilias Gesicht zu zaubern. 

Jonas

Unser Jonas hat einen seltenen Gendefekt, einen sogenannten „KCNKQ2“, mit Entwicklungsverzögerung, Muskel-Hypotonie919832 und Epilepsie. Am Anfang hatten wir die Diagnose, dass Jonas nicht laufen lernen wird, auch konnte uns keiner etwas dazu sagen, wie er sich weiter entwickeln könnte. 
Über Paul, der schon früh bei den Luzia Sonnenkindern angefangen hat, kamen wir auch zum Verein dazu. Unsere Jungen hatten sich im Kindergarten kennengelernt und so kam es auch unter den Eltern immer mal wieder zu Gesprächen über Therapiemöglichkeiten und Fördervereinen. Im Kindergarten lernte Jonas dann mit den gleichaltrigen Kindern erst Krabbeln und dann Laufen. 
Am Anfang waren wir immer mal bei „Moni’s kleiner Farm“ dabei und das Programm hat uns sehr gut gefallen, da Jonas mit der Zeit die Scheu vor den Tieren verlieren konnte und uns das Singen am Lagerfeuer so gut gefallen hat. Auch unser älterer Sohn Niklas konnte mit daran teilnehmen und hat oft die Brücke zwischen seinem Bruder und den Tieren gebildet. 
Dann starteten wir im Juni 2021, da war Jonas 4 1/2 Jahre alt und konnte bis dahin ca. 10 Wörter sprechen, Papa war bis dahin z.B. nicht dabei, mit der Reittherapie. Auch hier hat am Anfang der große Bruder die Berührungsängste von Jonas überbrückt und ist mit Jonas mitgeritten. 
Ein paar Wochen später fing dann Jonas das Sprechen an! Es kamen fast täglich immer mehr Wörter. Wir wussten, dass er uns immer verstanden hatte, aber nicht, dass er dann auch alle Wörter irgendwann sprechen kann. Wir bekommen immer noch eine Gänsehaut vor Freude, wenn er so Sachen sagen kann wie: „Mama, ich singe vor und Du singst zurück“. Denn auch kognitiv entwickelt er sich stetig langsam weiter und das ist für seinen Gendefekt absolut nicht selbstverständlich. 
Nicht nur sprachlich, auch motorisch konnte sich Jonas stark weiterentwickelt, durch die Beanspruchung der Tiefenmuskulatur beim Reiten wird er in seinen Bewegungen immer sicherer. 
Auch auf dem „Bruggerhof“ die Alpakas näher kennenzulernen, ist ein besonderes Erlebnis, auch für die Eltern. 
Und das haben wir vor allem Frau Scholle und den Luzia-Sonnenkindern zu verdanken, diese große Gemeinschaft an Ehrenamtlichen, die es durch Flohmärkte und vielen privaten Einsätzen ermöglichen Geld zu sammeln, um diese wertvollen Ausflüge und Möglichkeiten zu gewährleisten, die unseren Kindern so viele Entwicklungsmöglichkeiten schenken.  Vielen herzlichen Dank! 
 
Fam. Balser 
Unterschleißheim 

Marco

Unser Sohn Marco ist wegen einer seltenen Erkrankung muskulär sehr hypothon. Daher haben wir lange nach einer Reittherapiemöglichkeit gesucht. Überall hieß es, er muss dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllen, bis wir den Luzia Sonnenkinder e.V. gefunden haben. Dort wurden wir gleich zu einer freundlichen Reittherapeutin vermittelt und konnten es einfach mal ausprobieren. Das erste Jahr ist Marco tatsächlich liegend auf einem Pony geritten. Seit einiger Zeit sitze ich mit ihm zusammen auf dem Pferd. Die Bewegung des Pferdes überträgt sich auf seine Rückenmuskulatur. Zusammen mit den Liedern, die wir beim Reiten singen, hat Marco dabei viel Spaß. Für uns als Familie ist es jedes Mal ein schöner Ausflug, von dem wir alle drei profitieren, mein Mann spaziert einfach mit.

Außerdem freuen wir uns auch immer sehr über die organisierten Ausflüge zu Monis kleiner Farm, wo es Alpakas, Schafe, Hamster und einige andere Tiere gibt, sowie Musik und ein Lagerfeuer. Die zwei Stunden raus aus dem Alltag sind immer wieder ein schönes Erlebnis und wir haben dort schon einige andere Familien kennengelernt, die ganz ähnliche Themen haben, und mit denen wir uns gern austauschen.


Mit einem Kind mit schwerster Behinderung gibt es nicht viele Unternehmungsmöglichkeiten für uns als Familie. Durch den Luzia Sonnenkinder e.V. werden einige sehr sinnvolle geschaffen. Diese und auch der persönliche Kontakt zu anderen Familien erhöht unsere Lebensqualität ungemein und dafür sind wir sehr dankbar.

Die Sonnenkinder danken den Unterstützern

 FC Bayern Basketball Helpside 


 One in a Melon 

Werner-Heisenberg-Gymnasium 
(Garching b. München)

Hubert-Beck Stiftung

Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München e. V. 


Baugenossenschaft Ober- und Unterschleißheim 

 Kolpingsfamilie Oberschleißheim